01Wie werden Medizin-Studienplätze vergeben?
Freie Plätze werden nicht auf einmal vergeben, sondern in mehreren Stufen. Restplätze entstehen ganz am Ende dieser Kette.
- Hauptverfahren: Die meisten Plätze werden zuerst vergeben – im ersten Fachsemester zentral über Hochschulstart (u. a. Abiturbestenquote und Auswahlverfahren der Hochschulen).
- Nachrückverfahren: Nehmen zugelassene Personen ihren Platz nicht an, rücken andere anhand der Ranglisten nach.
- Losverfahren um Restplätze: Sind danach noch Plätze frei, werden sie per Los vergeben – unabhängig von Note oder Wartezeit.
02Was sind Restplätze?
Restplätze sind Studienplätze, die nach dem Hauptverfahren und dem Nachrückverfahren frei geblieben sind. Weil die regulären Listen abgearbeitet sind, vergeben die Universitäten diese Plätze meist über ein Losverfahren. Entscheidend ist dann das Glück, nicht die Abiturnote.
Restplätze sind nicht planbar: Mal gibt es an einer Universität mehrere, mal gar keine. Genau deshalb lohnt es sich, die Loszeiträume mehrerer Universitäten im Blick zu behalten.
03Nachrückverfahren vs. Losverfahren
Beide vergeben freie Plätze – aber nach völlig unterschiedlichen Regeln.
Nachrückverfahren
Hier rücken Bewerberinnen und Bewerber anhand der bereits bestehenden Ranglisten nach. Wer im Hauptverfahren knapp keinen Platz bekommen hat, kann nachrücken, wenn zugelassene Personen absagen. Es zählt also weiterhin der Rang.
Losverfahren
Das Losverfahren verteilt die danach noch freien Restplätze per Zufall. Hier zählt der Rang nicht – je nach Universität können auch Personen teilnehmen, die sich vorher nicht regulär beworben haben. Die Teilnahme ist fristgebunden und erfolgt direkt bei der jeweiligen Universität.
04Restplätze im höheren Fachsemester
Wer bereits studiert und in ein höheres Fachsemester Medizin wechseln möchte, bewirbt sich in der Regel direkt bei der Universität – nicht über Hochschulstart. Auch hier gibt es an vielen Universitäten ein Losverfahren um freie Plätze.
Voraussetzung ist meist ein Nachweis anrechenbarer Studienleistungen bzw. eine Einstufung. Für die Anerkennung ist in der Regel das Landesprüfungsamt des Bundeslandes zuständig, in dem man geboren ist. Die genaue Zuständigkeit sollte vor Antragstellung beim jeweiligen Landesprüfungsamt geprüft werden.
05Tipps, um einen Restplatz zu bekommen
- Behalte die Loszeiträume mehrerer Universitäten im Blick und beteilige dich an mehreren Verfahren.
- Reiche den Losantrag fristgerecht ein – verspätete Anträge werden nicht berücksichtigt.
- Halte alle Unterlagen frühzeitig bereit (z. B. Nachweise, Einstufung), damit du bei einer Zusage schnell reagieren kannst.
- Prüfe die Angaben immer auf der offiziellen Uni-Seite, da sich Fristen und Anforderungen kurzfristig ändern können.
06Häufige Fragen zu Restplätzen
Was sind Restplätze im Medizinstudium?
Restplätze sind Studienplätze, die nach dem regulären Vergabeverfahren und dem Nachrückverfahren frei geblieben sind. Sie werden anschließend meist über das Losverfahren der einzelnen Universitäten vergeben.
Was ist der Unterschied zwischen Nachrücken und Losverfahren?
Beim Nachrückverfahren rücken Bewerberinnen und Bewerber anhand der bestehenden Ranglisten nach, wenn zugelassene Personen ihren Platz nicht annehmen. Beim Losverfahren werden die danach noch freien Restplätze per Zufall vergeben – unabhängig von Note oder Rang.
Wie stehen die Chancen auf einen Restplatz in Medizin?
Die Zahl der Restplätze ist meist gering und nicht planbar. Da die Vergabe per Los erfolgt, ist sie aber unabhängig von der Abiturnote. Wer sich an mehreren Universitäten fristgerecht beteiligt, erhöht seine Chancen.
Bekomme ich Restplätze über Hochschulstart oder direkt bei der Uni?
Für das erste Fachsemester läuft die Vergabe zentral über Hochschulstart; Restplätze werden danach je nach Universität per Losverfahren vergeben. Für das höhere Fachsemester bewirbt man sich in der Regel direkt bei der jeweiligen Universität – auch das Losverfahren läuft dort direkt.
Kostet die Suche nach Restplätzen etwas?
Die Übersicht auf bewerbungsrenner.com ist kostenlos und ohne Login nutzbar. Auch die Teilnahme an den Losverfahren der Universitäten ist in der Regel gebührenfrei.
Weiter zu den konkreten Terminen: Loszeiträume & Fristen je Uni oder zur kompletten Uni-Liste.